Ausstellung Details ::: MMK Frankfurt am Main

Carolee Schneemann. Kinetische Malerei

MMK 1

31. Mai 2017 — 24. September 2017

Als Pionierin der Performance-Kunst ist Carolee Schneemann (* 1939), die in diesem Jahr auf der Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, in die Geschichte der Kunst eingegangen. Ihre Arbeiten über Geschlechterrollen, Sexualität und die Verwendung des Körpers in der Kunst sind von wegweisendem Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen.

Das MMK präsentiert in einer Ausstellung Schneemanns berühmte Arbeiten und Performances zusammen mit selten gezeigten Werken und rückt damit neue Facetten ihres künstlerischen Wirkens in den Fokus. Ausgehend von Schneemanns früher Landschafts- und Porträtmalerei aus der Mitte der 1950er-Jahre, die sich zu objekthaften "Gemälde-Konstruktionen" entwickelt, wird die Rolle von Malerei in Verbindung mit ihren Performances, Choreografien und experimentellen Filmarbeiten untersucht.

Schneemann begann früh, ihre Gemälde mit einfachen Mechanismen in Bewegung zu setzen – eine kinetische Malerei zu forcieren – und Fotografien und Gegenstände aus ihrem Alltag in Arbeiten zu integrieren, für die sie den Begriff "Painting Constructions" prägte. 1961 zog die Künstlerin nach New York und wurde dort Teil der avantgardistischen Entwicklungen der Downtown-Kunstszene in Film, Tanz, Happening und Event. Der Wunsch, die Malerei über die Leinwand hinauszutragen und zugleich Schöpferin und Darstellerin ihrer Bilder zu sein, führte zu einer hybriden Form von Performance und Fotografie, in der sie ihren Körper maßgeblich einbrachte. Die Auseinandersetzung mit dem weiblichen Körper im historischen und gesellschaftlichen Kontext sowie mit Lust und Erotik zeigt sich in zahlreichen Arbeiten der Künstlerin.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Sabine Breitwieser, Direktorin des Museum der Moderne Salzburg, in Kooperation mit dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und geht im Anschluss an das MoMA PS1 in New York (ab 22. Oktober 2017).


Bitte beachten Sie, dass einige Werke der Ausstellung "Carolee Schneemann" Kinder und Jugendliche irritieren oder ihr sittliches Empfinden verletzen könnten.

Die Ausstellung wird gefördert durch: