Ausstellung Details ::: MMK Frankfurt am Main

Primary Structures. Meisterwerke der Minimal Art

MMK 2

22. Februar 2017 — 13. August 2017

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main umfasst eine bedeutende Sammlung herausragender Werke der Minimal Art der 1960er- und 70er-Jahre. In einer großen Überblicksschau mit fast 50 Künstlerinnen und Künstlern präsentiert das MMK erstmals die Meisterwerke dieses Sammlungsbestands.

Durch den Ankauf der ehemaligen Sammlung von Karl Ströher durch die Stadt Frankfurt im Jahr 1981 gelangte das einzigartige Konvolut von Werken US-amerikanischer Minimal-Art-Künstler der frühen 1960er-Jahre an das Museum. Zudem gehören mit der 2006 von dem ehemaligen Galeristen und Sammler Rolf Ricke erworbenen Sammlung auch herausragende Werke des Postminimalismus zu den Beständen des MMK.

Serialität, Konzeptualität und industrielle Fertigung waren die neuen Prinzipien der Künstler Carl Andre, Walter De Maria, Dan Flavin, Donald Judd und Fred Sandback, die mit ihren radikalen Werken in den 1960er-Jahren die Kunst revolutionierten. Sie verwendeten erstmals in der Geschichte der Kunst industriell gefertigte oder bearbeitete Materialien und reduzierten ihre Arbeiten auf geometrische Grundstrukturen, sogenannte "Primary Structures". Mit dem Titel knüpft die Ausstellung im MMK 2 an die bahnbrechende gleichnamige Ausstellung im Jewish Museum in New York 1966 an - die erste Ausstellung der Minimal Art. Das Schlüsselwerk "Cage" von Walter De Maria von 1965, heute Teil der MMK-Sammlung, war damals bereits in dieser wegweisenden Ausstellung zu sehen.

Für die Präsentation im MMK 2 wurde die legendäre Münchener Galerie von Heiner Friedrich, der als einer der Ersten Werke der Minimal-Art-Künstler in Deutschland zeigte, mit zwei historischen Ausstellungen von 1968 rekonstruiert, mit denen die Rezeption der Minimal Art in Deutschland begann: Carl Andres Bodenskulptur "22 Steel Row" und Dan Flavins Licht-Installation "Two primary series and one secondary".  

Neben Meisterwerken der wichtigsten Vertreter der Minimal Art aus den 1960er-Jahren in den USA und Deutschland werden in der Präsentation auch neuere Arbeiten gezeigt, die sich maßgeblich auf den Minimalismus beziehen. Dazu gehören Werke von Jo Baer, Bruce Nauman, Robert Mangold, Charlotte Posenenske, Peter Roehr, Lewis Stein und William Forsythe, aber vor allem die Vertreter der jüngeren Künstlergeneration wie Teresa Margolles, Michael Beutler, Benedikte Bjerre, Ceal Floyer, Jonas Weichsel, Sarah Morris oder Santiago Sierra.

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung: Carl Andre, Richard Artschwager, Jo Baer, Bernd und Hilla Becher, Michael Beutler, Benedikte Bjerre, Alighiero Boetti, Bill Bollinger, George Brecht, Marcel Broodthaers, Walter De Maria, Dan Flavin, Ceal Floyer, William Forsythe, Günther Förg, Isa Genzken, Hermann Goepfert, Bethan Huws, Donald Judd, On Kawara, Ellsworth Kelly, Joseph Kosuth, Gary Kuehn, Barry La Va, Robert Mangold, Teresa Margolles, Sarah Morris, Bruce Nauman, Kenneth C. Noland, Blinky Palermo, Steven Parrino, Angelika Platen, Charlotte Posenenske, Timm Rautert, Peter Roehr, Reiner Ruthenbeck, Ulrich Rückriem, Robert Ryman, Fred Sandback, Richard Serra, Paul Sharits, Santiago Sierra, Andreas Slominski, Lewis Stein, Heide Stolz, Franz Erhard Walther, Jonas Weichsel und Lawrence Weiner


Eröffnung: Dienstag, 21. Februar 2017, 20 Uhr

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