Das Museum ::: MMK Frankfurt am Main
MMK Museum für Moderne Kunst

Das Museum

Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main gehört zu den weltweit bedeutendsten Museen für Gegenwartskunst und hat in seiner vergleichsweise jungen Historie einen festen Platz in der internationalen Museumslandschaft eingenommen.

Seit der Eröffnung des Museums 1991 ist das Haus, dessen postmoderne Architektur heute Modellcharakter hat, wesentlicher Bestandteil und wichtiger Anlaufpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Frankfurt geworden. Mit der Gründung des MMK konnte in Frankfurt die große Lücke eines fehlenden Museums für Gegenwartskunst geschlossen werden.

Heute umfasst die Sammlung des MMK über 5.000 Werke internationaler Kunst von den 1960er-Jahren bis in die aktuelle Gegenwart hinein. Ihre Qualität, die Vielfalt und ihr unvergleichliches Profil heben die Sammlung des MMK deutlich von anderen Museumssammlungen ab. Von Beginn an war das MMK auf die Unterstützung und die Zusammenarbeit von Förderern und Freunden angewiesen. Damit besteht seit über 20 Jahren eine sehr enge und intensive Verbundenheit zu den Bürgern dieser Stadt, die das MMK auf mäzenatischer Ebene ebenso fördern wie die zahlreichen nationalen und internationalen Unternehmen in Frankfurt. Vor diesem Hintergrund ist es dem MMK möglich, seine Aufgabe als Bildungsinstitution und Museumseinrichtung heute und auch in Zukunft zu erfüllen.


Zentrale Halle MMK 1

Gründung und Architektur

Das MMK wurde im Jahre 1981 gegründet. 1983 fand ein offener Realisierungswettbewerb für die Planung des Museumsbaus statt. Der Wiener Architekt Hans Hollein wurde am 17. Mai 1983 mit dem 1. Preis ausgezeichnet und beauftragt das Projekt auszuführen. Im Juni 1991 wurde das MMK eröffnet.

Der Entwurf von Hans Hollein beruhte auf zwei Prämissen: Auf der einen Seite die städtebaulichen Überlegungen und die spezifischen Bedingungen des Grundstücks, auf der anderen Seite das vorgesehene „Programm“ des Museums, seine funktionellen Konsequenzen und die Notwendigkeiten einer Schaustellung von Objekten bildender Kunst für ein breites Publikum. Dabei stand die Kunst im Vordergrund – für den Inhalt und die Hülle.

Laut Hans Hollein kann es in einem Museum keinen neutralen Raum geben, „sondern nur charakteristische Räume unterschiedlicher Größenordnung (und ihre Erschließung), mit denen das Kunstwerk eine Dialektik eingeht – in gegenseitiger Potenzierung“. Mit dem Museum für Moderne Kunst, das von den Frankfurtern und allen Liebhabern post-moderner Architektur Tortenstück" genannt wird, hat er eine außergewöhnliche Leistung vollbracht. So ist es ihm gelungen, auf dem dreieckigen Grundstück einen dreieckigen Baukörper räumlich derart zu gliedern, dass ein Gang durch das Haus zu einem nachhaltigen Erlebnis wird. Kaum ein Besucher ahnt, wenn er zum ersten Mal das MMK betritt, wie es von innen aussieht. 


Das Gebäude ist axial um eine zen­trale, von oben be­lich­tete Halle an­ge­legt. Von ihr aus erschließen sich sowohl im visuellen Überblick als auch von der Erreichbarkeit her die verschiedenen Bereiche und Geschosse des Museums. Was die Architektur in Spannung versetzt, ist das Verhältnis der einzelnen Räume zueinander, ihre Proportionen sowie die spezifische Lichtführung im gesamten Gebäude.

Die knapp 40 Räume im MMK sind bedingt durch die besondere Grundrissform des Hauses derart individuell gestaltet, dass sie mit anderen Museumsräumen nur schwer verglichen werden können. Es herrscht ein Gleichgewicht der Kräfte: Der Besucher nimmt die Architektur über die Kunst und die Kunst mittels der Architektur wahr.